am seidenen Faden

am seidenen Faden

gestern war der Tag
der Tag von damals
damals
war ich bereit
zu sagen – ich gehe
ich löste mich ab
von all den Schmerzen
von all der Verzweiflung
von all dem was mich umgab
und setzte auf die Null
nichts mehr wollte ich
nichts mehr ersehnte ich
nichts mehr glaubte ich
nichts – mehr –
nur noch – ENDE –
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und ich ging
landete in wohligem Dunkel
ruhig war es – in mir und um mich
nichts mehr tun
keine Angst
keine Zweifel
keine Erwartung
Dunkelheit und Ruhe
das war alles

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jemand öffnete die Tür
das Licht ging an
andere handelten
für mich
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nur langsam
kam ich zurück
nur langsam
begann ich erneut
– das Leben zu sehen –

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seit diesem Tag – damals
bin ich gegangen – jeden Tag
einen Schritt – weiter
und ich habe gefunden
genug
um zu bleiben

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für immer weiß ich
der seidene Faden
es ist gut – das es ihn gab –

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doch bringt – gestern – der Tag im Damals
mir jedes Jahr
ein Stück des – Nichts – zurück
vielleicht um mich – zu erinnern
inne zu halten
und meinen Trost zu geben
für alle
die sich – verloren – glauben

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Nimburg, 24.01.15

 

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