Beobachte ich die Welt

Beobachte ich die Welt
müsste ich
so wie früher
verzweifeln

genauso
wie früher
schlagen sie sich die Köpfe ein
gehen in Missgunst miteinander um
erlauben dem andern nicht zu atmen

es ist so wie es immer war
und doch
ist es anders

ich weiß heute
ich kann die Welt nicht drehen
ich kann nicht für alle anderen sprechen
ich kann nicht Geschehen – im Großen – verhindern

doch kann ich
– einem – Menschen helfen
ich kann ihm Mitgefühl schenken
ich kann dem Vogel Wasser geben
und ich kann das Leben akzeptieren
und ich kann
auch den Tod willkommen heißen
wenn er glaubt er muss jetzt kommen

es geht um die Angst
die Angst die Dich blockiert
um die tatsächliche Erscheinung des Lebens zu verstehen

ich lege ihn hin
den Stein
auf ein Grab unter vielen
und ich schenke mit dieser Geste
– das Wissen um die Lebendigkeit
des Lebens –
ein Stein verkörpert das Leben im Tod

und die Erde ist voll
mit Steinen

Jetzt weiß ich warum

Jeder Tag bringt das Wunder der Begegnung

die Möglichkeit zu kommunizieren

und niemals mehr vergeht ein Tag
an dem mir das nicht bewusst sein wird

denn ich habe sie verlassen
die Angst
die mich blockiert hat.

Nimburg, 20.08.14

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