DAS MEER DES VERGESSENS

DAS MEER DES VERGESSENS
als ich klein war
lebte ich im Meer des Vergessens
ich lebte im Außen …wie andere
ich lebte als Kind …wie andere
ich wollte gut sein … wie andere

ich lebte im Innen … nur wie manche
ich lebte als Gefangene … wie manche
ich wollte gut sein … wie alle die gefangen sind

ich speicherte ab und ich vergaß
ich entwickelte Kreativität von anfang an
das war mein Weg um das Gleichgewicht zu finden
um das Gute und das Böse zu vereinen

ich liebte die Schauspielerei
ich liebte die Malerei
ich liebte das Wort
da konnte ich sein….anders

im Außen war ich oft müde …sagt man
ich bekam Krämpfe … sagt man
sie ist sehr intelligent …sagt man
das ist der Grund…das sie müde ist ..sagt man

die Momente der Erschöpfung wurden vergessen
dafür malte ich ein Bild
oder spielte den Goethe

irgendwann
suchte ich die Liebe
und ich fand …eine Spur davon…
doch das Außen sagte – nein –
doch die die vergisst ließ es nicht zu
verharrte dort wo sie sein wollte

immer mehr spürbar
das Gleichgewicht kippt
das Vergessen wird größer
die Entscheidung fällt
ich wähle die Seite die stärker ist

der erste Mond geht auf
doch die Sonne rettet mich

das Außen ist schockiert
das Vergessen ist still

das Innen legt es ab – als nichts passiert
das Außen legt es ab – als nichts passiert

doch hat es zeichen gesetzt
als der Mond aufging

ich war nicht mehr so …wie die anderen
ich funktionierte nicht mehr so …wie die anderen
denn das Vergessen …lebte im oben

wieviel zu vergessen war …
ist nur vage gefunden
doch ist es genug
um zu wissen

es wiederholte sich
noch lange
obwohl ich es suchte
von dort an immer zu

im Außen da versuchte ich zu retten was geht
im Innen blieb alles wie es war

erst nach fast all meiner Zeit
habe ich verstanden
das Innen und das Außen
ich habe Wege gefunden die verbinden
das Innen mit dem Außen
das Vergessen wurde verstanden

ich fühlte für das Innen den Schmerz
und ich lebte ihn im Außen
und die Heilung setzte ein
endlich

heute bin ich da wo ich stehe
bei mir
und mein Vergessen liegt geschützt da wo es hingehört
in meiner Seele

das Spielen
das Malen
das Schreiben

ich danke der Sonne das sie mir diese Möglichkeiten gab
denn sonst würde ich nicht mehr sein

ich zünde mein Licht
und schicke es hinaus
an alle die im Vergessen wohnen

Nimburg,28.03.15

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